Ein Vormittag voller Aufregung, Ideenfindungen und Spannungen – genau das durften wir, die Schüler und Schülerinnen der 11. Klasse erleben. Dank Kerstin Titho, der Rangerin vom UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee, durften wir viel über das Leben des Bibers lernen. Als uns zum Anfang erst einmal allgemeine und sehr interessante Informationen zur Lebensart des Bibers erzählt wurden, starteten wir mit dem spannenden Part des Vormittages, dem Planspiel. Als die Rollen verteilt waren, gingen die heißen Diskussionen los, die Zeit rannte, Verbündete finden, sich zusammenschließen und erstmal erkennen, wie der Standpunkt der eigenen Rolle ist. Als das alles absolviert wurde, ging es los. Die Debatte hatte gestartet. Nach einer langen und ausführlichen Debatte, mit vielen Denkanstößen, hatten wir eine Menge Spaß dabei, uns in die einzelnen Rollen wie den Landforst, den Bauernverband MV, die Bürgerinitiative „Biberfreunde“, etc., hineinversetzen zu können.
Und was passierte genau? Am Biosphärentag besuchten uns drei Mitarbeiter vom Biosphärenreservat Schaalsee und der Flusslandschaft Elbe. Zu Beginn gab es eine kurze Vorstellung und anschließend eine kleine Laufumfrage. Dabei wurden uns verschiedene Fragen gestellt, zu denen wir uns im Raum positionieren mussten, je nachdem, wie wir unsere Meinung einschätzten. Besonders auffällig war, dass viele Schülerinnen und Schüler bei der Frage, ob wir selbst etwas bewirken können, der Meinung waren, dass die eigenen Möglichkeiten eher begrenzt sind.
Danach wurden wir in kleine Gruppen eingeteilt. In Zweier- bis Dreiergruppen beschäftigten wir uns mit verschiedenen Zielen und erarbeiteten deren Bedeutung. Anschließend kam es zu einer kreativen Vorstellung dieser 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und der Agenda 2030. Dafür nutzten die Gruppen unter anderem Plakate, Standbilder, Handouts und PowerPoints. Während der Vorstellungen entstanden interessante Fragestellungen, zum Beispiel wie lange bestimmte Produkte brauchen, um sich in der Natur zu zersetzen.
Auf der Collage ist unser Standbild zum 5. Ziel der Geschlechtergleichberechtigung zu erkennen. Man sieht ein Mädchen, das mit einem Besen dort steht, einen Jungen, der am Tisch in der Schule sitzt, und einen Lehrer, der vorne steht. Der Lehrer zeigt auf den leeren Platz neben dem Schüler. Auf diesem leeren Stuhl sollte das Mädchen sitzen. Es zeigt, dass auch sie die Möglichkeit haben soll, zur Schule zu gehen. Durch die Handbewegung des Lehrers wird deutlich gemacht, dass der Platz für sie vorgesehen ist. Mit unserem Standbild möchten wir zeigen, dass alle Menschen die gleichen Rechte und Chancen haben sollten – unabhängig davon, ob sie ein Junge oder ein Mädchen sind. Besonders im Bereich Bildung ist Gleichberechtigung wichtig, da jedes Kind die Möglichkeit bekommen soll, zu lernen und seine Zukunft selbst zu gestalten.
Zum Abschluss beschäftigten wir uns noch mit verschiedenen Fallbeispielen von Menschen. Dabei wurde deutlich, dass die Lebensbedingungen vieler Menschen sehr unterschiedlich sind. Einige hatten mit großen Problemen zu kämpfen, wie beispielsweise der Angst vor Abschiebung, illegaler Arbeit, Hunger oder fehlender gesundheitlicher Versorgung.
Wir fanden den Biosphärentag insgesamt sehr interessant und abwechslungsreich. Besonders gut gefallen hat uns, dass wir nicht nur Informationen bekommen haben, sondern auch selbst aktiv mitarbeiten konnten. Durch die Gruppenarbeit und die verschiedenen Vorstellungen wurden die Themen anschaulich vermittelt. Der Tag hat gezeigt, dass Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit wichtige Themen sind und dass auch kleine eigene Handlungen einen Unterschied machen können.
Charlize Kraul, Klasse: 11-3







