Stadtführung einmal anders... PDF
Freitag, den 30. März 2012

thumb_china_projekt_pt2_006Was haben ein Fastfood-Restaurant, ein Handyladen und ein Spielzeuggeschäft gemeinsam?

Ganz einfach, sie sind Stationen auf dem Stadtrundgang, welcher unter dem Motto „nachhaltiger Konsum & Globalisierung", steht. Und genau diesen durften wir am vergangenen Mittwoch (21.03.12) im von der Sonne durchfluteten Schwerin genießen. Doch bevor wir uns, klimabewusst, wie es sich für „Klima-Macher!" gehört, in den Zug setzten, erwarteten uns am Morgen große Neuigkeiten: Der Flug ist gebucht und unsere Reiseroute ist festgelegt!
Am Schweriner Bahnhof wurden wir dann schon von Jasmin Steuck und Kathleen Löpke vom BUNDjugend Bundesverband zu einer außergewöhnlichen Stadtführung erwartet.

Unser erster Halt war direkt am Bahnhof, wo wir über ein Vorzeigeobjekt der Globalisierung sprachen, welches auch gleichzeitig eines der bekanntesten Fastfood-Restaurants ist. Doch wir diskutierten weder über besondere Architektur noch über den historischen Hintergrund – wir thematisierten das Fleisch, welches meist nur sehr klimaschädigend produziert werden kann, und wie diese Produktion unserer Welt schadet. Doch wir sprachen nicht nur über die Probleme, sondern diskutierten auch Lösungen und was jeder einzelne von uns machen kann.
Ähnlich verlief es auch bei den folgenden, oben bereits genannten Stationen. Jedes Mal waren wir erstaunt, welche Wege unsere Alltagsgegenstände wie Handys, Jeans etc. gehen, bevor sie in den Schaufenstern erscheinen, und wir sie für den möglichst kleinsten Preis kaufen, um sie dann in Plastiktaschen gesteckt mit nach Hause zu nehmen. Habt ihr euch mal gefragt, wie lange man durchschnittlich eine Plastiktüte benutzt - nur 25 min! Doch jedes Mal erarbeiteten wir gemeinsam Lösungen und diese waren so interessant, dass sie auf den Wegen zwischen den Stationen heiß diskutiert wurden. Doch nicht nur die Debatten waren heiß und gut, sondern auch der Fair-Trade-Tee, den wir im „Weltladen", der gleichzeitig unser Ende der Führung war, bekamen.

Obwohl wir von den vielen Informationen ganz erschlagen waren, hielt uns das nicht ab, im Zug nach Hause eifrig über unser geplantes Stadtmodell zu diskutieren. Angekommen in der Schule war aber noch nicht Schluss; mit Hilfe des Kunstkurses fing ein Teil von uns an, unser selbstentworfenes Logo auf umweltfreundliche Papiertüten zu drucken. Der Tag wurde also von rund 250 bedruckten Papiertüten gekrönt und wir alle konnten müde und zufrieden nach Hause fahren.


Friedbert Thiess