Schulhandbuch - 5. Unterricht

 

5. Unterricht

In diesem Abschnitt sind grundsätzliche Regelungen und schulorganisatorische Vereinbarungen beschrieben, die sich mit der Erteilung und Gestaltung von Unterricht sowie der Bewertung von Schülerleistungen beschäftigen.

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5.1 Unterrichtsorganisation

Die Stundentafel
Auf der Grundlage der "Verordnung über die Kontingentstundentafeln an den allgemein bildenden Schulen" (Kontingentstundentafelverordnung – KontStTVO M-V). vom 27. April 2009, veröffentlicht im GS Meckl.-Vorp. Gl. Nr. 223 - 6 - 20, gilt am Gymnasium Gadebusch folgende Stundentafel.

 

 

Fach

Klasse 7

Klasse 8

Klasse 9

Klasse 10

Deu

4

4

4

3

Englisch

4

4

3

4

2. Fremdsprache

4

4

3

3

Mathematik

5

4

4

4

Biologie

1

2

1

1

Chemie

1

1

2

2

Physik

2

1

2

2

AWTI / Informatik

1

-

-

-

Astronomie

-

-

1

-

AWT / Wirtschaft

-

1

1

2

Geschichte

2

2

2

2

Geografie

1

1

1

2

Sozialkunde

-

1

1

1

Religion / Philo.

1

1

1

1

Kunst

2

1

1

1

Musik

2

2

1

1

Sport

2

2

2

2

Studienorientierung

-

-

-

1

Wahlpflichtkurs

-

1

4

4

 

schulinterne Lehrpläne
Auf der Grundlage der Rahmenpläne und Kerncurricula wurden durch die Fachbereiche des Gymnasiums Gadebusch schulinterne Lehrpläne erstellt.
In der jetzigen Ausprägung beschreiben die schulinternen Lehrpläne hauptsächlich den zeitlich strukturierten Aneigungsprozess von Wissen.
Die Vervollständigung dieser Pläne um Aussagen hinsichtlich zu erreichender Kompetenzen und notwendiger Vernetzungen zwischen verschiedenen Unterrichtsfächern steht noch aus.
Alle schulinternen Lehrpläne sind als Anlage angefügt.

Verantwortlichkeit bei der Klassen- und Lerngruppenbildung
Die Klassenbildung in der Sekundarstufe erfolgt mit Bildung der Klassenstufe 7 durch den Koordinator der Sekundarstufe I. Die Zusammensetzung der Klassen ist in der Regel unabhängig von der Wahl der 2. Fremdsprache bzw. der Entscheidung für den Religions- oder Philosophieunterricht.
Die maximale Anzahl von Schülern pro Klasse beträgt 30 Schüler.

In der Klassenstufe 10, der Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe, teilen sich die Koordinatoren die Aufgaben:
Der Koordinator der Sekundarstufe betreut alle anfallenden Arbeiten, die die Schüler und Lehrer aktuell bis zum Schuljahresende betreffen, also Wahlpflichtkurse, Facharbeiten, Prüfungen und Zeugnisse.

Der Oberstufenkoordinator ist verantwortlich für alle Aufgaben, die die kommenden zwei Schuljahre vorbereiten, also für die Präsentation des Abitursystems, die Fachwahlauswertung und den Aufbau eines Kurssystems.

Die Lerngruppenbildung in der Klassenstufe 11 und 12 orientiert sich an der Fächerwahl der Schüler. In der Regel findet ein Drittel des Unterrichts in einem homogenen Tutorgruppenverband statt. Die Zusammensetzung der Lerngruppen des verbleibenden Unterricht ist durch die Fächerwahl der Schüler bestimmt.

In diesen Klassenstufen kann in besonderen Situationen, etwa bedingt durch Fächer- oder Schulwechsel, Rücktritt von Schülern oder ähnlicher Vorgänge, die maximale Schüleranzahl etwas erhöht sein.

Stundenplanerstellung
Für die Erstellung des Stundenplanes am Gymnasium Gadebusch stehen insgesamt vierzig Wochenstunden zur Verfügung.
Die maximale Anzahl von Unterrichtsstunden pro Tag beträgt 8 Stunden.

Obwohl kein spezielles Stundenplanmodell (Blockunterricht u.ä.) etabliert ist, werden für die Hauptfächer (Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen) nach Möglichkeit Doppelstunden vergeben und die Unterrichtsszeiten auf den Vormittag festgesetzt.

Am Gymnasium Gadebusch werden alle Räume nach dem Stammraumprinzip vergeben. Das bedeutet, dass jede Klasse bzw. Tutorgruppe einen eigenen Klassenraum besitzt, der ausschließlich für den Unterricht in dieser Klasse bzw. Tutorgruppe benutzt wird.

Durch das Stammraumprinzip werden die Wege der Schüler zwischen den Unterrichtsstunden minimiert und den Klassen- und Lerngruppen wird die Möglichkeit gegeben, ihren Stammraum individuell zu gestalten.

<hrdata-mce-alt="5.2 Die Arbeit in den Klassenstufen" class="system-pagebreak" title="5.2 Die Arbeit in den Klassenstufen" />

 

 

5.2 Die Arbeit in den Klassenstufen

Vorbemerkungen
Dieser Abschnitt beschreibt Rahmenbedingungen und Regeln des gesellschaftlich organisierten Lernraumes Schule. Die hier beschriebene Lernkultur spiegelt nicht nur das gemeinsame Zusammensein im Lebensraum Schule, sondern auch auf Schule abgebildete Werte und Normen unserer Gesellschaft wider.

 

Ordnung und Rituale
Regeln
Schüler, Lehrer und Mitarbeiter sind freundlich und höflich im Umgang miteinander. Gewalt wird in keiner Form geduldet, weder gegen Personen noch gegen Sachen. Alle Konflikte werden offen und ehrlich ausgetragen. Kritik wird sachlich und konstruktiv geübt.

Der Lehrer beginnt und beendet pünktlich den Unterricht. In der 7. und 8. Jahrgangsstufe erscheint der Lehrer in der Regel zwei bis drei Minuten vor Unterrichtsbeginn und die Schüler erheben sich zu Beginn des Unterrichts.

Das Essen während des Unterrichts ist grundsätzlich untersagt. Dazu zählt auch das Kauen von Kaugummi. Die Einnahme von Getränken während der Unterrichtsstunde ist in der Regel gestattet, sofern der Unterricht dadurch nicht gestört wird bzw. rechtliche Bestimmungen dieses untersagen.

Auch der Schüler trägt dafür Verantwortung, dass die Unterrichtsstunde störungsfrei ablaufen kann. Toilettengänge sollten deshalb nach Möglichkeit in den Unterrichtspausen stattfinden.

Die kleinen Pausen dienen der Vorbereitung der nächsten Unterrichtsstunde, gegebenenfalls dem Wechsel des Fachraumes und können für Toilettengänge und die Einnahme von Essen verwendet werden. Ein Herumtoben im Schulhaus ist nicht gestattet.

Mobiltelefone sind in allen Unterrichtsstunden und während des Aufenthaltes in Klassen- und Fachräumen grundsätzlich ausgeschaltet. Die Benutzung von Mobiltelefonen innerhalb des Schulgebäudes und außerhalb von Klassen- und Fachräumen ist in Ausnahmefällen und nur während der Pausen gestattet. Für die Benutzung von Mobiltelefonen außerhalb des Schulgebäudes während der Hofpausen gibt es keine Einschränkungen. Einem Schüler kann das Mobiltelefon bei unrechtmäßiger Nutzung vom Lehrer abgenommen werden. Das Gerät wird dann den Eltern in der Regel persönlich durch den Schulleiter wieder ausgehändigt.
Das Mitbringen von elektronischem Spielzeug (Spielkonsolen und anderen) ist grundsätzlich nicht gestattet.

Vereinbarungen zur Heftführung
In den Klassenstufen 7 bis 10 ist in allen Unterrichtsfächern die Benutzung von Heftern obligatorisch, in den Klassenstufen 11 und 12 ist die Führung von Aktenordnern mit geordneten Aufzeichnungen mehrerer Fächer möglich.

Es liegt in der Verantwortung des Schülers, alle Aufzeichnungen gewissenhaft durchzuführen. Die Festlegung der Lineatur des Papiers obliegt dem jeweiligen Fachbereich. Alle Blätter werden bzw. sind mit einem Rand versehen. Die Aufzeichnungen werden datiert.

Aussagen zur Kontrolle und Bewertung der Heftführung sind im Abschnitt "Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen" zu finden.

Umgang mit Lob
Herausragende Schülerleistungen werden in geeigneter Form gewürdigt. Auch Schüler, die ihre Leistungen entscheidend verbessert haben, werden im entsprechenden Rahmen im Unterricht oder bei Zeugnisausgaben gelobt.

Fehlzeiten, Freistellung vom Unterricht
Das Zuspätkommen von Schülern zum Unterricht wird im Klassen-oder Kursbuch erfasst.

Stellt ein in den Klassenstufen 7 bis 10 unterrichtender Fachlehrer fest, dass ein Schüler wiederholt seinem Unterricht fernbleibt, so dass eine Bewertung erschwert wird, erkundigt er sich beim Klassenleiter nach den Gründen der Fehlzeiten. Unabhängig vom Vorliegen einer Abmeldung oder Entschuldigung kann der Klassenleiter oder der Koordinator die Eltern über die Folgen der mangelnden Bewertungsmöglichkeiten informieren.

Prinzipiell wird diese Verfahren genauso in den Klassenstufen 11 und 12 angewandt. Kann der Schüler jedoch seine Entschuldigungen für Fehlzeiten nicht mehr glaubhaft machen, erfolgt in Abstufungen:

  1. ein Gespräch mit dem Schüler mit einer mündlichen Belehrung zu den geltenden Rechtsvorschriften und die telefonische Information an die Eltern, welche Folgen das Verhalten ihres Kindes haben kann, wahlweise durch den Tutor oder den Koordinator,
  2. eine schriftliche Verwarnung des Schülers mit einer Rechtsbelehrung zum § 56 (4) SchuG M-V und der Auflage, bis auf weiteres nur ärztliche Krankmeldungen oder Maßnahmen zur Berufswahl als Grund zur Freistellung zu akzeptieren (die Eltern nehmen ebenfalls von dieser Verwarnung Kenntnis),
  3. eine schriftliche Verwarnung mit der Androhung auf Schulentlassung (die Eltern nehmen ebenfalls von dieser Verwarnung Kenntnis),
  4. die Schulentlassung mit der Übergabe des Abgangszeugnisse; auf Antrag erfolgt die Prüfung zur Erteilung des schulischen Teils der Fachhochschulreife.

 

Freistellung vom Unterricht
Eine Freistellung vom Unterricht erfolgt auf Antrag der Eltern oder des volljährigen Schülers für einzelne Unterrichtsstunden durch den Klassenleiter oder den Tutor.

Ab einem ganzen Unterrichtstag sind die Anträge von den Klassenleitern oder Tutoren zu befürworten und dann vom Schulleiter genehmigen zu lassen. Die Information über genehmigte Freistellungen vom Unterricht erfolgt in der Regel mündlich.

 

Versäumte Klassenarbeiten und Klausuren
In diesem Fall wendet sich in der Regel der Schüler an den Fachlehrer, um zum nächstmöglichen Nachschreibetermin eine Ersatzleistung zu vereinbaren.

Für das Nachschreiben von Klausuren werden die durch die Schule zentral angebotenen Nachschreibetermine genutzt. Dazu trägt der Fachlehrer die notwendigen Angaben in einen Aushang im Lehrerzimmer ein und übergibt im Sekretariat die Materialien und das Formular zur Ersatzleistung.

Für den Fall von längerer Abwesenheit eines Schülers vom Unterricht prüft der Klassenleiter oder Tutor, ob mehrere Klausuren versäumt werden und der Abschluss des Schulhalbjahre gefährdet erscheint. In diesem Fall wendet er sich an den betreffenden Koordinator, um nach Möglichkeiten für einen sicheren Abschluss zu suchen.

Über die getroffenen Entscheidungen sind gegebenenfalls die Eltern zu informieren.

Umgang mit Arbeitsverhältnissen von Schülern
Aussagen zum Umgang mit Arbeitsverhältnissen von Schülern werden momentan von der Schulleitung des Gymnasiums ausgearbeitet.

 

Vertretungsregelung
Allgemeine Grundsätze der Vertretungsregelung
Für die Vertretungsregelung am Gymnasium Gadebusch gelten folgende Grundsätze:
Vertretungsunterricht wird den Lehrkräften auf Grundlage der gesetzlichen Regelungen stets schriftlich angewiesen.
Basis für die tägliche Vertretungsplanung ist die Erstellung und Veröffentlichung des Vertretungsplanes.

Der Vertretungsplan wird im Lehrerzimmer, in vier Schaukästen der Schule sowie täglich auf der Internetseite des Gymnasiums veröffentlicht.

Oberste Priorität bei der Erarbeitung des Vertretungsplanes hat der nach Möglichkeit fachgerechte Einsatz der Lehrkräfte und die Gewährleistung der Fürsorge- und Aufsichtspflicht minderjähriger Schüler.

Vertretungsregelung in der Sekundarstufe I
In der Klassenstufe 7 werden grundsätzlich alle Unterrichtsstunden vertreten.
Der Unterrichtsausfall in den Klassenstufe 8 und 9 ist ausschließlich auf die 6. bzw. die 7.-8. Stunde begrenzt.

In der Klassenstufe 10 ist es darüber hinaus teilweise notwendig, auch andere Unterrichtsstunden als Ausfall zu deklarieren. Für die Vertretungsplanung in der Oberstufe gelten gesonderte Regelungen. (siehe unten)

Der Vertretungsplan enthält neben der Angabe der zu vertretenden Stunden auch Informationen über Wandertage, Exkursionen, Prüfungsabläufe und sonstige Veranstaltungen.

Vertretungsregelung in der gymnasialen Oberstufe
Für jeden Kurs in der Klassenstufe 11 und 12 legt der Fachlehrer in Abstimmung mit den Schülern zwei Kurssprecher fest und teilt diese Namen dem Oberstufenkoordinator am Anfang des Schuljahres mit.

Im Fachbereich wird eine verantwortliche Lehrkraft für die Organisation von Vertretungsunterricht bestimmt. Diese Person sollte mehrere Stellvertreter besitzen, die miteinander verkettet sind, sodass auch beim Fehlen des verantwortlichen Lehrers der Fachbereich handlungsfähig bleibt.

Der verantwortliche Lehrer für Vertretungsunterricht organisiert den Aufbau einer fachbereichseigenen Sammlung von Unterrichtsmaterialien und initiiert die Anlegung eines Journals, das die Nutzung dieser Materialien im Schuljahr dokumentiert.
Fehlt ein Fachlehrer eine längere Zeit (6 Wochen oder mehr) und ist dieses Fehlen im Vorfeld bekannt, wird der Vertretungsunterricht durch die Schulleitung, in der Regel durch die Besetzung der entsprechenden Unterrichtsstunden durch andere Fachlehrer, geregelt.

Fehlt ein Fachlehrer eine kürzere Zeit (bis zu 6 Wochen) gelten schulinterne Regelungen. In diesem kürzeren Zeitraum wird in der Regel kein Vertretungsunterricht erteilt, stattdessen erfolgt eine Betreuung der Lerngruppe, in deren Mittelpunkt Selbststudienaufgaben stehen.

planmäßige Abwesenheit des Fachlehrers
Ist der Fachlehrer einer Lerngruppe der Sekundarstufe 2 planmäßig abwesend (Freistellungen, Wandertage, Klausuraufsichten, u.a.), so erteilt er im Vorfeld grundsätzlich eine Selbststudienaufgabe.

Diese Aufgabenstellung wird dem Kurssprecher oder seinem Stellvertreter mitgeteilt bzw. in Ausnahmefällen im Sekretariat hinterlegt. Eine Ausweisung des „Selbststudiums" erfolgt ebenso auf dem Vertretungsplan des entsprechenden Tages. Die Besprechung bzw. Auswertung der Selbststudienaufgabe sollte zeitnah in einer der nächsten Unterrichtsstunden erfolgen.

nicht planmäßige Abwesenheit des Fachlehrers
Nicht planmäßige Abwesenheit des Fachlehrers entsteht in der Regel in Folge einer Erkrankung oder plötzlichen Verhinderung der Lehrkraft.

Vertretungsstunden, die noch am selben Tag anfallen, können in der Regel nicht betreut werden. Der Unterricht fällt aus und der Schüler kann selbstständig im Schülerarbeitsraum (Raum 1.07) arbeiten.

Vertretungsstunden, die in den nächsten Tagen anfallen, werden durch den entsprechenden Fachbereich in Absprache mit dem stellv. Schulleiter folgendermaßen geregelt.

Der verantwortliche Lehrer für Vertretungsunterricht stellt Unterrichtsmaterialien für eine oder mehrere Vertretungsstunden der entsprechenden Lerngruppe zusammen und übergibt die Materialien dem Kurssprecher der Lerngruppe bzw. hinterlegt sie im Sekretariat. Gleichzeitig vermerkt der Verantwortliche die Nutzung der Materialien mit Angabe des Datums, der Bezeichnung der Lerngruppe und des Namens des Kurslehrers im Journal. Damit wird die mehrfache Nutzung gleicher Materialien in ein und derselben Lerngruppe verhindert und der Kurslehrer erhält eine Rückmeldung über die erteilten Selbststudienaufgaben.

Der verantwortliche Lehrer für Vertretungsunterricht steht der Lerngruppe für Nachfragen zu den erteilten Aufgaben zur Verfügung. Der Kurslehrer wertet die Selbststudienaufgaben in seiner Lerngruppe zeitnah aus.

Hinweise
Die Selbststudienaufgaben können wiederholenden, prüfungsvorbereitenden oder erstvermittelnden Charakter besitzen. Besonders in der Klassenstufe 12 ist der prüfungsvorbereitende Aspekt hervorzuheben.

Selbststudienaufgaben können von den Schülern auch in Form einer Hausaufgabe bearbeitet werden. Es besteht somit keine Anwesenheitspflicht in als "Selbststudium" ausgewiesenen Vertretungsstunden.

Ist die Vertretungsstunde jedoch als "Seminarstunde" ausgewiesen, besteht Anwesenheitspflicht, da eine Seminarstunde im Unterschied zum Selbststudium das kooperative Lernen betonen möchte und somit alle Schüler einer Lerngruppe einbindet.

<hrdata-mce-alt="5.3 Unterrichtsgestaltung" class="system-pagebreak" title="5.3 Unterrichtsgestaltung" />

 

 

5.3 Unterrichtsgestaltung

Vorbemerkungen
Am Gymnasium Gadebusch erfolgt der Unterricht in heterogenen Lerngruppen. Schüler mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen, unterschiedlichem Lernstand und unterschiedlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten finden sich in der Jahrgangsstufe 7 des Gymnasiums neu zusammen. Damit der Lernprozess optimal verläuft, muss die Individualität dieser Schüler berücksichtigt werden.

Die zusätzlichen Herausforderungen für leistungsstarke Lernende und die Förderung leistungsschwächerer Schüler erfolgt vor allem durch Angebote der offenen Ganztagsschule, wie z.B. durch Begabten- oder Förderunterricht in den Hauptfächern und durch verschiedene Angebote in Form von Arbeitsgemeinschaften.

Vor allem aber ist ein Unterricht wichtig, in dem die Stärken und Schwächen der Schüler erkannt werden und mit verschiedensten Aufgaben und Lernmaterialien darauf eingegangen wird.

Eine Qualitätssicherung im Bereich Unterrichtsentwicklung setzt stets die Bereitschaft und das Engagement aller Kollegen voraus, sich auf den Gebieten von neuen Methoden, Konzepten und Kompetenzen immer wieder neu zu informieren und zu qualifizieren.

Kooperative Lernformen
Im Schuljahr 2008/2009 begann die Etablierung kooperativer Lernformen am Gymnasium Gadebusch. Ein Lehrerteam präsentierte der gesamten Lehrerschaft die Inhalte einer besuchten Fortbildung zu kooperativen Lernformen – anlehnend an das Leitbild der Schule und das Schulprogramm.

Das Lehrerkollegium lernte bei dieser Veranstaltung Formen des kooperativen Lernens kennen und probierte verschiedene Lernarrangements an Ort und Stelle selber aus. Es folgte die Erprobung der neuen Methoden im eigenen Unterricht, an die sich erste Evaluierungsprozesse anschlossen.

Die Aktivierung aller Schüler im Unterricht durch den Einsatz von kooperativen Lernformen wurde von vielen Lehrern der Schule besonders lobend hervorgehoben, denn der Schüler ist bei Lernarrangements wie "Gruppenanalyse", "Expertenrunde" oder "3-Schritt-Interview" nicht nur für das eigene, sondern auch für das Gesamtergebnis der Lerngruppe verantwortlich.

Durch das angewandte Prinzip "Erarbeitung – Austausch – Vortrag" werden die Schüler dazu angeregt, selbstständig alleine zu arbeiten und erst danach ihre Gedanken mit Klassenkameraden in kleinen Lerngruppen auszutauschen. Dies geschieht auf einer Basis, die es von jedem einzelnen Schüler verlangt, aktiv tätig zu werden.

Selbstständiges Lernen
Gemäß unserer Maxime „Lehre mich, es selbst zu tun." (siehe 3. Schulprogramm), steht an unserer Schule die Entwicklung des selbstständigen Lernens der Schüler im Mittelpunkt des Unterrichts.

Wir orientieren uns bei der Umsetzung dieses Grundsatzes dabei zunehmend am Unterrichtskonzept SOL (selbst organisiertes Lernen), da dessen Ziele im starken Einklang mit unseren Leitzielen stehen.

Somit konzentrieren sich die Lehrpersonen unserer Schule besonders auf die Stärkung der individuellen Selbstständigkeit und die Erhöhung der Selbstverantwortung für das eigene Lernen der Schüler.

Die methodische Umsetzung dieser Ziele erfolgt vor allem durch verschiedene Projekte, fächerübergreifenden Unterricht und kooperative Lernformen, in denen systematisch Methodenkompetenzen bei den Schülern aufgebaut werden und die Selbsttätigkeit gefördert wird.

Außerdem werden Gruppenbildungsprozesse und eine unterstützende Feedback-Kultur gestärkt – Qualitätsmerkmale, die den Unterricht am Gymnasium Gadebusch auszeichnen sollen (siehe 3. Schulprogramm). Für die kommenden Schuljahre ist für die kooperativen Lernformen die Erarbeitung eines Curriculums geplant, das in den schulinternen Lehrplan aufgenommen wird.

Die Projektmethode
Gerade die Projektmethode wird schon seit mehreren Jahren an unserer Schule, entweder fachspezifisch (z.B. im Deutschunterricht "Schüler machen Zeitung", „Jugend debattiert") oder fächerübergreifend erfolgreich eingesetzt.

Zwei Projekte, die seit 2004 bzw. 2006 fest in unserem schulinternen Lehrplan verankert sind, sollen an dieser Stelle kurz vorgestellt werden.

1. Projekttag Klasse 7 "Lärm macht krank"

Beteiligung der Fachbereiche:

Biologie, Musik, Sport, Physik, Klassenleiter

Durchführung:

  • Absprachen der Fachbereiche zum Thema
  • Entwicklung eines fächerübergreifenden Konzeptes
  • Erarbeitung unterschiedlicher Lernstationen
  • Durchführung des Projekttages in allen 7. Klassen an einem Tag
  • Vorstellung und Auswertung der Ergebnisse

Ziele:

  • Kritische Reflexionsfähigkeit (Bedeutung von Lärm für die Gesundheit/ Überprüfung des eigenen Umgangs mit Geräuschen
  • Kenntnisse über die Gesunderhaltung des Hörorgans und entsprechende Schlussfolgerung für das eigene Verhalten = lebensweltliche Kompetenz
  • Lernen in Zusammenhängen

2. Projekttag der ganzen Schule „SMS-Tag" (Schüler machen Schule)

Beteiligung:

Schüler, Lehrer, Schulleitung, das gesamte Personal der Schule

Durchführung:

  • Bewerbung und Auswahl einer Klasse, die an diesem Tag alle schulorganisatorischen- und Leitungsaufgaben wahrnimmt.
    Die Auswahl der Klasse erfolgt durch die Schulleitung. Die Klasse erarbeitet eine Konzeption für diesen Tag (z.B. Aktionen, Schwerpunkte, Dokumentationen)
  • Vorbereitung des "SMS-Tages" in allen Klassen und Lerngruppen durch konkrete Vergabe von Unterrichtsthemen, Beratung und Hilfestellung durch die verantwortlichen Lehrer
  • "SMS-Tag" als ein besonderer Unterrichtstag
  • Auswertung der einzelnen Stunden und des gesamten Tages durch die Lehrer mit den unterrichtenden Schülern und der Klasse und durch ein Gespräch der Schulleitung mit den Schülervertretern
  • Schlussfolgerungen ziehen für den eigenen Unterricht und für die Gesamtgestaltung des Lehr- und Lernprozesses und entsprechende Umsetzungen planen

Ziele:

  • selbstständige Schülerarbeit (Umsetzung der eigenen Ideen und Vorstellungen)
  • Bereitschaft der Schüler, den Unterricht bzw. den gesamten Unterrichtstag selbst zu organisieren und zu gestalten
  • Transparenz von Schulorganisation und Schulmanagement
  • Entwicklung von Verantwortungsbewusstsein für den Lernerfolg der Mitschüler
  • Steigerung des Selbstwertgefühls
  • Förderung der gegenseitigen Rücksichtnahme und positiven Kommunikation
  • Lehrer lernen von Schülern. Wie möchten Schüler Schule gestalten bzw. gestaltet haben?

Der Unterricht an unserer Schule soll klar strukturiert, anschaulich und motivierend sein und die Erfahrungswelt unserer Schüler ansprechen.

Dabei steht nicht nur eine Erhöhung der Leistungen bzw. einen Lernzuwachs bei den Schülern im Mittelpunkt, sondern auch die Förderung und Entwicklung sozialer und kommunikativer Kompetenzen.

In diesem Zusammenhang zeichnet sich die Projektmethode, die vor allem schülerorientiert und problembezogen arbeitet, aus. Voraussetzung für eine optimale Schülerorientierung ist auch hier wieder, außer der Sachkenntnis, das methodische Wissen und Können des unterrichtenden Fachlehrers.

Fächerübergreifendes Lernen
Da das Lehrerkollegium auch im fächerübergreifenden Lernen einen Weg sieht, die Schüler zum ganzheitlichen Lernen zu führen, beschäftigt sich eine Gruppe von Lehrern seit dem Schuljahr 2008/2009 mit der Erarbeitung eines fächerübergreifenden Methodencurriculums, welches in den schulinternen Lehrplänen verankert werden soll und ein Fachvokabular aufweisen wird, das in den verschiedenen Klassenstufen zunächst eingeführt, dann gefestigt und auch überprüft werden kann.

Mit Beginn des Schuljahres 2009/2010 wird gezielt daran gearbeitet, ein Konzept zu entwerfen, in dem festgelegt wird, welche Methodenkompetenzen in einer Klassenstufe in einem spezifischen Fach eingeführt, weitergeführt und dann gefestigt werden.
Die Zusammenstellung und Verankerung in unseren schulinternen Lehrplan ist dann der nächste Schritt.

 

<hrdata-mce-alt="5.4 Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen" class="system-pagebreak" title="5.4 Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen" />

 

5.4 Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen

Vorbemerkungen
Transparente Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen ist ein zentraler Bestandteil erfolgreichen Unterrichts und charakterisiert in hohem Maße die Lernkultur einer Schule.

Bewertung von Leistung umfasst nicht nur die formelle Notengebung, sondern auch pädagogische Aspekte der Arbeit mit Lob und Kritik.

Leistungsbewertung erfolgt je nach Art des Faches durch die Bewertung von schriftlichen, mündlichen und praktischen Lernerfolgskontrollen und weiterer unterrichtsbegleitender Aktivitäten der Schüler.

Auch unbenotete verbale Einschätzungen durch den Lehrer oder durch Mitschüler sowie die verbale Einschätzung des Arbeits- und Sozialverhaltens stellen wesentliche Aspekte der Reflexion und Bewertung von Schülerleistungen dar.

Bewertung von Leistung gipfelt schließlich in der formellen Notengebung durch Zeugnisse.

Lernerfolgskontrollen
Lernerfolgskontrollen dienen der Leistungsbewertung des Schülers und werden kontinuierlich über das Schulhalbjahr bzw. Schuljahr verteilt durchgeführt. Je nach Art des Unterrichtsfaches werden durch Lernerfolgskontrollen schriftliche, mündliche und praktische Leistungen des Schülers bewertet.

Die im Ergebnis einer Lernerfolgskontrolle erreichte Leistung wird vom Fachlehrer in Form einer Note ausgedrückt und entsprechend zeitnah dokumentiert. Neben den Bewertungen durch Lernerfolgskontrollen können auch unterrichtsbegleitende Noten gegeben werden (siehe „Bewertung unterrichtsbegleitender Leistungen").

Pro Unterrichtshalbjahr werden in einstündigen Unterrichtsfächern in der Regel drei Noten, in mehrstündigen Fächern mindestens drei Noten erteilt. Die Anzahl der Klassenarbeitsnoten ist von dieser Regelung unberührt.

Kürzere schriftliche Lernerfolgskontrollen, im Folgenden Tests genannt, werden in allen Fächern der Sekundarstufe I sowohl angekündigt als auch unangekündigt geschrieben. Die Entscheidung ob und wie weit im Voraus Tests angekündigt werden, obliegt allein dem unterrichtenden Fachlehrer.

Grobe Verstöße gegen die Rechtschreibung der deutschen Sprache in schriftlichen Lernerfolgskontrollen werden grundsätzlich ausgewiesen, finden jedoch keinen Eingang in die Bewertung. Eine Ausnahme bildet hierbei das Unterrichtsfach Deutsch.
Die Benutzung von einheitlichen Korrekturzeichen ist für alle Fachlehrer verbindlich.

Betrugsversuche im Rahmen der Durchführung von Lernerfolgskontrollen werden in der Regel mit der Note „ungenügend" bewertet. In der Klassenstufe 7 ist für alle schriftlichen Lernerfolgskontrollen grundsätzlich eine Berichtigung anzufertigen. In den anderen Klassenstufen der Sekundarstufe I entscheidet der Fachlehrer über das Anfertigen einer Berichtigung. Die Berichtigung ist kein Bestandteil der Lernerfolgskontrolle, wird in der Regel nicht benotet und verbleibt beim Schüler.

Die Wichtung der einzelnen Aufgabenteile einer Klassenarbeit sollte durch den Fachlehrer in der Aufgabenstellung ausgewiesen werden.
Die Bekanntgabe der Noten mündlicher Lernerfolgskontrollen erfolgt in der Regel innerhalb der Lerngruppe. Noten schriftlicher Lernerfolgskontrollen werden dem Schüler persönlich bekannt gegeben. Über erteilte Noten ist der Schüler stets zeitnah und vollständig zu informieren.

Bei Klassenarbeiten erfolgt grundsätzlich eine Kenntnisnahme durch die Erziehungsberechtigten in Form einer Unterschrift. Über die Notwendigkeit des Unterschreibens von Tests durch die Erziehungsberechtigten entscheidet der Fachlehrer. Eine Ausnahme bildet die Klassenstufe 7. Dort werden grundsätzlich alle schriftlichen Lernerfolgskontrollen von den Erziehungsberechtigten unterschrieben.

Die Termine aller Klassenarbeiten der Sekundarstufe I werden halbjährlich in einem zentralen Klassenarbeitsplan erfasst.
Alle schriftlichen Lernerfolgskontrollen werden durch den Fachlehrer für die Dauer von zwei Jahren archiviert.

Die Anzahl und Dauer von Lernerfolgskontrollen in der Sekundarstufe I wird durch folgende Tabelle dokumentiert:

 

Klassenarbeiten

Anzahl / Dauer

Deutsch

Mathematik

Englisch

2. Fremdsprache

Klasse 7 - 8

3

= 90 min

3

45 min

3

45 min

3

45 min

Klasse 9

3

= 135 min

3

45 min

3

45 min

3

45 min

Klasse 10

3

= 135 min

3

45 min

3

45 min

3

45 min

Klasse 10 - Prüfung*

1

180 min

1

180 min

1

180** min

entfällt

* nach Antragstellung durch den Schüler ** 150 min schriftlich, 30 min mündlich

sonstige Lernerfolgskontrollen

Klasse 7 - 10

In Deutsch, Mathematik, Englisch, der 2. Fremdsprache und allen anderen Unterrichtsfächern sollte die Dauer von 30 min für schriftliche Lernerfolgskontrollen (Tests) in der Regel nicht überschritten werden.

 

schulinterne Leistungsermittlungen

Mit Hilfe von schulinternen Leistungsermittlungen kann der Kenntnisstand des Schülers in wichtigen Stoffgebieten festgestellt werden. Darüber hinaus liefern schulinterne Leistungsermittlungen Schülern, Lehrern und Eltern genaue Rückmeldungen über den erreichten Wissensstand des Schülers.

Sie stellen das wesentliche Element zur internen Evaluation von Unterrichtsentwicklung dar. Schulinterne Leistungsermittlungen sind bewusst etwas schwieriger und mit einer relativ engen Zeitbemessung gestaltet, um gezielt auch Schüler finden zu können, für die eine individuelle Begabtenförderung sinnvoll ist.

Schulinterne Leistungsermittlungen werden mit einer Prozentangabe (nach einem gesonderten Maßstab), einem verkürztem Worturteil und in der Regel mit einer sonstigen Note bewertet.

Klassenstufe 7
Am Anfang des Schuljahres finden in der Klassenstufe 7 verkürzte Leistungsermittlungen in den Fächern Deutsch, Mathematik, Englisch, Biologie, Physik, Geografie und Geschichte statt. Diese Leistungsermittlungen werden von jedem Fachlehrer persönlich erstellt und können auf Wunsch des Schülers benotet werden.

Klassenstufen 8 bis 10
Am Anfang des Schuljahres, innerhalb der ersten drei Schulwochen, werden in den Klassenstufen 8 und 10 an einem für die gesamte Klassenstufe verbindlichen Termin schulinterne Leistungsermittlungen in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch durchgeführt.

Der Inhalt der Leistungsermittlungen bezieht sich grundsätzlich auf den vermittelten Unterrichtsstoff des Vorjahres. Der Schüler ist über diese Tatsache bereits am Ende des vorhergehenden Schuljahres zu informieren. Die Leistungsermittlungen werden als sonstige Note bewertet.

Die Aufgabenerstellung aller Leistungsermittlungen in den Klassenstufen 7 und 9 ist bis zum Ende des Schuljahres in Verantwortung des jeweiligen Fachbereichsleiters abzuschließen.

Eine Auswertung der Leistungsermittlungen erfolgt im jeweiligen Fachbereich. Die Ergebnisse dieser Auswertung werden auf einem gesonderten Auswertungsbogen festgehalten und dem Koordinator der Sekundarstufe I mitgeteilt.

Es können auch Leistungsermittlungen in anderen Fächern aller Klassenstufen durchgeführt werden. Die Entscheidung hierüber trifft die Schulleitung in enger Abstimmung mit dem jeweiligen Fachbereich. Die Verfahrensweise entspricht prinzipiell den obigen Aussagen.


Erteilung und Bewertung von Hausaufgaben
Hausaufgaben dienen dem Erwerb und der Festigung von Lernstoff. Durch eine differenzierte Aufgabenstellung werden Schüler sowohl gefördert als auch gefordert. Neben kurzfristigen Hausaufgaben mit Übungscharakter sind auch längerfristige und komplexe Aufgaben zu stellen.

Der Schüler hat die Pflicht, Hausaufgaben vollständig und termingerecht anzufertigen.
Die für die gesamte Erledigung der Hausaufgaben benötigte Zeit sollte in der Klassenstufe 7 zwei Stunden pro Tag nicht überschreiten. Hausaufgaben können auch von Freitag auf Montag erteilt werden. Feiertage und Ferien sind grundsätzlich von Hausaufgaben freizuhalten. Eine Ausnahme bilden hierbei Lektüreaufgaben in den Unterrichtsfächern Deutsch und Fremdsprache.
Die Art und Weise der Kontrolle und der Bewertung von Hausaufgaben obliegt dem Fachlehrer, muss aber dem Schüler im Vorfeld transparent gemacht werden. Das Anfertigen von Hausaufgaben sollte regelmäßig und in der Regel stichprobenartig kontrolliert werden.

Nicht erbrachte Hausaufgaben, die durch den Fachlehrer bewertet werden sollten bzw. deren Möglichkeit einer Bewertung angekündigt wurde, können mit der Note „ungenügend" bewertet werden. Eine Benotung nicht angefertigter Hausaufgaben, bei denen keine Bewertung vorgesehen war, erfolgt grundsätzlich nicht.

Das dreimalige Nichtanfertigen von Hausaufgaben wird durch den Fachlehrer reflektiert durch

  • ein Gespräch mit dem Schüler und der eventuellen Vereinbarung einer Ersatzleistung oder
  • eine Information an den Klassenleiter oder
  • eine Information an die Erziehungsberechtigten durch den Fachlehrer oder
  • ein Gespräch des Fachlehrers und des Klassenleiters mit den Erziehungsberechtigten.

Kontrolle und Bewertung der Hefterführung
Die Entwicklung der Fähigkeit einer strukturierten Hefterführung ist ein zentrales Anliegen der Sekundarstufe I.
In den Klassenstufen 7 und 8 werden die Hefter mindestens einmal im Schuljahr kontrolliert. Die äußere Form und der fachliche Inhalt des Hefters kann pro Schulhalbjahr mit einer sonstigen Note in die Zeugnisnote einfließen, wenn gleichzeitig zwei weitere sonstige Noten erteilt worden sind.
Die Qualität der Hefterführung ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium für die Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens.

Bewertung schriftlich erbrachter Leistungen
Die Bewertung schriftlicher Leistungen mündet in einer Note oder Zensur (beide Begriffe werden gleichbedeutend verwendet).
Die Notengebung erfolgt aufgrund

  • einer Punktbewertung nach einem festgelegten einheitlichen Maßstab oder
  • einer Prozentangabe der erbrachten Leistung oder
  • eines Worturteils in Verbindung mit entsprechenden Randbemerkungen.

Erläuterungen zu den verschiedenen Formen der Notengebung
Notengebung durch Punktbewertung
Wird als Grundlage der Notengebung die Punktbewertung gewählt, gelten in allen Fächern gleiche Bewertungsmaßstäbe.
Dabei gibt es

  • einen einheitlichen Bewertungsmaßstab für Tests und Klausuren in der Sekundarstufe I (7-10)
  • einen einheitlichen Bewertungsmaßstab für Tests in der Sekundarstufe II (11-12) und
  • einen einheitlichen Bewertungsmaßstab für Klausuren in der Sekundarstufe II (11-12).

In der Regel werden ganze Bewertungseinheiten vergeben.
Die kleinstmögliche Bewertungseinheit ist der halbe Punkt (0,5 BE).

Die folgende Tabelle dokumentiert die entsprechenden Bewertungsmaßstäbe:

 

 

Sekundarstufe I

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sekundarstufe II

Tests und Klausuren

Tests

Klausuren

Note

Prozentsätze

Prozentsätze

Prozentsätze

1

ab 96%

100%

97,5%

92,5%

100%

96%

92%

2

ab 83%

88%

83%

78%

87%

82%

77%

3

ab 67%

73%

69%

64%

71%

66%

60%

4

ab 50%

59%

54%

49%

55%

50%

45%

5

ab 25%

39%

34%

25%

36%

28%

20%

6

unter 25%

 

< 25%

 

 

< 20%

 

 

Notengebung durch Prozentangabe
Notengebung durch Prozentangabe kann gewählt werden, wenn der Umfang der Leistungskontrolle eher gering und eine detaillierte Bepunktung somit nicht sinnvoll ist.

In diesem Fall bewertet der Lehrer „prozentual", in welchem Umfang die Leistung erbracht worden ist. Die entsprechende Prozentangabe wird auf Grundlage der jeweiligen Bewertungstabelle (Sekundarstufe I oder II) in eine Note konvertiert und angegeben.

Worturteile und Randbemerkungen
Richtlinien für den Umgang mit Worturteilen und Randbemerkungen werden von den entsprechenden Fachbereichen erarbeitet und abgestimmt.

In den Fremdsprachen werden in der gymnasialen Oberstufe die Bewertungen von Einzelaufgaben entsprechend dem Verfahren der Abiturprüfung vorgenommen.

Bewertung unterrichtsbegleitender Leistungen
In allen Unterrichtsfächern kann der Schüler durch eine unterrichtsbegleitende Note bewertet werden.
Die unterrichtsbegleitende Note ersetzt und erweitert die bisherige „Mitarbeitsnote". Pro Schulhalbjahr können bis zu zwei unterrichtsbegleitende Noten erteilt werden. Durch die unterrichtsbegleitenden Noten werden eine Vielzahl von Aktivitäten bewertet:

  • engagierte Beteiligung an Unterrichtsgesprächen,
  • konzentriertes Arbeiten im Unterricht,
  • originelle Problemlösungen,
  • Bildung und Formulierung von Urteilen,
  • Engagement bei Referaten, Präsentationen und anderen Kreativleistungen,
  • Bereitschaft der Beteiligung an außerunterrichtlichen Aktivitäten (Olympiaden, Wettbewerbe).

Schwerpunktsetzungen bei der Bewertung unterrichtsbegleitender Leistungen werden durch den Fachbereich geregelt.
Der Fachlehrer erteilt eine unterrichtsbegleitende Note auf der Grundlage oben genannter Schüleraktivitäten unter Zuhilfenahme von persönlichen Notizen.

Für den Fremdsprachenbereich ist die Entwicklung der Sprachkompetenz der Schüler von zentraler Bedeutung.
Aus diesem Grunde wird dort eine obligatorische Note für die „mündliche Sprachproduktion" erteilt. Darüber hinaus können natürlich auch unterrichtsbegleitende Noten gegeben werden.


Bewertung praktischer Leistungen
Die Bewertung praktischer Leistungen hat zentrale Bedeutung für die Unterrichtsfächer Kunst und Gestaltung, Musik und Sport.
Die in diesen Fachbereichen vereinbarten Bewertungsgrundlagen sind dem Schüler transparent zu vermitteln.

Bewertung des Arbeits- und Sozialverhaltens
Das Arbeits- und Sozialverhalten wird für alle Schüler der Klassenstufen 7 bis 10 zum Ende des ersten Schulhalbjahres und zum Schuljahresende eingeschätzt.
Die Einschätzung erfolgt für jeden Schüler auf einem speziellen Bewertungsbogen (siehe Anlage). Alle Bewertungsbögen einer Klasse werden im Lehrerzimmer in den Fächern der Notenlisten aufbewahrt.
Die Bewertung zum Arbeits- und Sozialverhalten erscheint auf dem Jahresendzeugnis.

Bewertung im ersten Schulhalbjahr
Jeder Fachlehrer bewertet für jeden Schüler die Kriterien auf dem Bewertungsbogen und fasst das Gesamtergebnis zusammen. Die Eintragungen werden mit blau oder schwarz vorgenommen.

Der Klassenleiter ermittelt aus den Bewertungen der Fachlehrer die Gesamtbewertung des Schülers und trägt diese rechtzeitig zum Notenschlusstermin des ersten Halbjahres in die Notenliste ein. Der Bewertungsbogen ist für den Klassenleiter Vorbereitung und Grundlage für Eltern- und Schülergespräche.

Bewertung zum Schuljahresende
Jeder Fachlehrer überprüft für jeden Schüler die Bewertungen des ersten Schulhalbjahres, trägt eventuelle Veränderungen in den Bewertungsbogen ein und fasst das Gesamtergebnis zusammen. Die Eintragungen werden mit rot vorgenommen. Jedem Schüler ist die Bewertung durch den bewertenden Fachlehrer in der letzten Schulwoche vor der Zeugnisübergabe bekanntzugeben und zu erläutern.

Der Klassenleiter ermittelt aus den Bewertungen der Fachlehrer die Gesamtbewertung des Schülers und trägt diese in die Notenliste ein. Alle Eintragungen sind rechtzeitig mindestens vier Wochen vor Schuljahresende vorzunehmen.

Auf der Grundlage der vorgenommenen Bewertungen erstellt der Klassenleiter eine schriftliche Gesamteinschätzung mit differenzierten und erläuternden Aussagen zum Arbeits- und Sozialverhalten.

Abschließend berät und entscheidet die Zeugniskonferenz über die Bewertung und die Gesamteinschätzung. Auf den Jahresendzeugnissen der Klassenstufen 7 und 8 erscheint die Bewertung und eine Gesamteinschätzung zum Arbeits- und Sozialverhaltens.

Bei Jahresendzeugnissen in den Jahrgangsstufen 9 und 10, Abgangs- Übergangs- und Abschlusszeugnissen erfolgt die Bewertung und die Gesamteinschätzung auf einem gesonderten Blatt.

Die Bewertungsbögen unterliegen dem Datenschutz und gelten als Bestandteil der Schülerakte.

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5.5 Facharbeiten in der Klassenstufe 10

Vorbemerkungen
Die Ausbildung der Studierfähigkeit unserer Schüler zum Abschluss ihrer Schulausbildung ist das Ziel der Arbeit am Gymnasium.
Aus diesem Grund ist die Anfertigung einer Facharbeit für alle Schüler der Klassenstufe 10 am Gymnasium Gadebusch verbindlich.
Für die Erstellung der Facharbeit gelten folgende Grundsätze:

Auswahl des Unterrichtsfaches der Facharbeit
Die Schüler der Klassenstufe 10 entscheiden sich im September für das Unterrichtsfach, in dem sie ihre Facharbeit anfertigen wollen.
In der Regel stehen außer Deutsch, Mathematik und Englisch alle Unterrichtsfächer zur Auswahl. Aus dem Wahlpflichtbereich kann das Unterrichtsfach Informatik gewählt werden.
Um eine differenzierte Betreuung des Schülers und eine zeitnahe Korrektur der Facharbeit zu ermöglichen, ist es notwendig, bei der Themenwahl alle möglichen Unterrichtsfächer gleichermaßen zu berücksichtigen.
Die Auswahl des Unterrichtsfaches erfolgt in zwei Schritten.

  • Zunächst nehmen die Schüler der jeweiligen 10. Klasse nach einer Beratung durch den Klassenleiter selbstständig eine Vorauswahl vor. Nach Möglichkeit sollte sich dabei, eventuell auch mit Unterstützung des Klassenleiters oder des Klassensprechers, eine gleichmäßige Verteilung ergeben. In der Regel können nur maximal zwei Schüler einer Klasse in ein und demselben Unterrichtsfach ihre Facharbeit anfertigen. Die Wahl der Schüler wird in einer Liste erfasst und an den Koordinator Sekundarstufe I weitergeleitet.
  • Haben mehr als zwei Schüler einer Klasse ein und dasselbe Unterrichtsfach für ihre Facharbeit gewählt, entscheidet in einem zweiten Schritt die Fachlehrerkonferenz der Klasse unter Leitung des Koordinators Sekundarstufe I über die endgültige Wahl des Unterrichtsfaches der Facharbeit für jeden Schüler. Diese Entscheidung ist für alle Schüler verbindlich.

Themenvergabe
Die Schüler erhalten vom Fachlehrer des gewählten Unterrichtsfaches eine problemorientierte, als Fragestellung oder Auftrag formulierte Aufgabenstellung zugewiesen.
(z.B. „Fitness - Chancen und Gefahren im Alltag"; „Latein im Alltag?"; „Bedarf es nur in einer Diktatur des Widerstandes?"; „Musikidole - gute Vorbilder oder eine Gefahr?")
Themenvorschläge des Schülers können dabei berücksichtigt werden.
Die Themen sind drei Wochen vor den Herbstferien beim Koordinator einzureichen.
Im Fach Deutsch erhalten die Schüler eine Einführung zur Anfertigung der Facharbeit. Die Themenvergabe findet an einem zentralen Termin in der Woche vor den Herbstferien statt. Der genaue Termin wird vom Koordinator Sekundarstufe I in Zusammenarbeit mit der Schulleitung festgelegt.
Alle im konkreten Schuljahr vergebenen Facharbeitsthemen werden ohne Zuordnung von Schülernamen erfasst, im Lehrerzimmer veröffentlicht und archiviert.

Erstellungszeitraum, Umfang und Form der Facharbeit
Die Erstellung der Facharbeit beginnt in der Regel Anfang Oktober und muss bis zum Ende des 1. Schulhalbjahres beendet sein. Letzter verbindlicher Abgabetermin ist der letzte Schultag vor den Winterferien.
Die Facharbeit sollte einen Umfang von 8 bis 12 maschinegeschriebenen Seiten enthalten und in gehefteter Form eingereicht werden. Darüber hinaus ist dem betreuenden Fachlehrer die Facharbeit in digitalisierter Form (als Text- oder PDF-Dokument) zur Verfügung zu stellen. Weitere Einzelheiten regelt das Merkblatt „Erstellung einer Facharbeit" (siehe Anlage)

Bewertung
Die Facharbeit wird mit Randbemerkungen versehen. Ein Worturteil und eine Note mit doppelter Wertung vervollständigen die Bewertung. Anwendung findet hierbei der Bewertungsmaßstab der Sekundarstufe 1 für Tests und Klausuren.
Einfluss auf die Bewertung hat neben der fachlichen Exaktheit und der äußeren Form auch der korrekte Umgang mit Quellenangaben. Die Qualität von Konsultationen kann ebenfalls in die Bewertung einbezogen werden. Wird eine Facharbeit verspätet abgegeben oder wurden in größerem Umfang Quellen nur unzureichend dokumentiert, ist die Facharbeit mit der Note "ungenügend" zu bewerten.
Auf dem Zeugnis erscheint ein Vermerk über das Thema der angefertigten Facharbeit.
Alle Facharbeiten werden in den jeweiligen Fachbereichen archiviert. Arbeiten mit der Note „1" werden zusätzlich in der Bibliothek abgelegt. Durch einen Fachlehrer sollten in einem Schuljahr maximal 6 Facharbeiten bewertet werden.

<hrdata-mce-alt="5.6 individuelle Förderpläne" class="system-pagebreak" title="5.6 individuelle Förderpläne" />

 

 

5.6 individuelle Förderpläne

Grundsätze zur Arbeit mit Förderplänen
Das Förderkonzept ist Bestandteil des Schulprogramms. Die Förderung eines jeden Schülers erfolgt im Rahmen des Unterrichtes entsprechend der schulinternen Rahmenpläne.
Darüber hinaus werden für folgende Schüler individuelle Förderpläne erstellt:

  • Schüler mit fachspezifischen Lernrückständen,
  • Schüler mit speziellen Begabungen,
  • Schüler mit LRS oder Rechenschwächen,
  • Schüler mit nichtdeutscher Herkunftssprache,
  • Schüler, deren Versetzung gefährdet ist und
  • Schüler mit Auffälligkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten.

Individuelle Förderpläne werden bis zur Beendigung der Einführungsphase erstellt und durch die Klassenkonferenz beschlossen. Sie können in Zusammenarbeit mit der Schulpsychologin entstehen.

Verantwortlichkeit
Die Erstellung individueller Förderpläne liegt in erster Linie in der Verantwortung des unterrichtenden Fachlehrers.
Sollte es Schüler mit einem Förderbedarf in mehr als drei Unterrichtsfächern oder Schüler mit besonderen Auffälligkeiten geben, koordiniert der Klassenleiter gemeinsam mit den entsprechenden Fachlehrern die Erstellung eines einzigen Förderplanes.

Zeitraum
Der Förderbedarf von Schülern wird zweimal im Schuljahr ermittelt.
Im ersten Schulhalbjahr erfolgt die Feststellung des individuellen Förderbedarfes auf den Jahrgangsstufenkonferenzen vor den Herbstferien. Der Förderzeitraum erstreckt sich dann bis zu den Zeugniskonferenzen des ersten Schulhalbjahres. Eine Meldung unzureichender Leistungen im November entfällt.
Auf den Zeugniskonferenzen des ersten Schulhalbjahres wird über die Fortschreibung der bereits bestehenden Förderpläne entschieden bzw. es erfolgt eine Feststellung neuer Förderbedarfe für den Zeitraum bis zum Zensurenschluss in den Monaten Juni bzw. Juli.
Bei Notwendigkeit kann auch zu jedem anderen Termin im laufenden Schuljahr ein individueller Förderplan in Absprache mit dem Klassenleiter erstellt werden.

Vorgehensweise

  • Der unterrichtende Fachlehrer, der Klassenleiter, der Schüler und die Eltern bilden das Förderteam.
  • Zur Erstellung des individuellen Förderplanes werden durch das Förderteam spezielle Formulare genutzt (s. Anlage) und folgende Vorgehensweise beachtet:
  • Der Schüler führt eine Ist-Analyse seines Arbeits- und Lernverhaltens durch.
  • Danach erfolgt die Ist- Analyse sowie die Festlegung von entsprechenden Maßnahmen durch den unterrichtenden Fachlehrer.
  • Auf der Grundlage der Analyse des unterrichtenden Fachlehrers legen Schüler und Eltern ebenfalls Maßnahmen fest.
  • Der unterrichtende Fachlehrer unterbreitet ein Gesprächsangebot mit allen Beteiligten.
  • Kommt ein individueller Förderplan zustande, wird der Termin für das Auswertungsgespräch vereinbart.
  • Alle Ergebnisse werden gemeinsam schriftlich formuliert.

Aufbewahrung
Die Förderpläne des laufenden Schuljahres werden im Lehrerzimmer aufbewahrt und durch den Koordinator der Sekundarstufe I koordiniert.

<hrdata-mce-alt="5.7 Zeugniserstellung" class="system-pagebreak" title="5.7 Zeugniserstellung" />

 

 

5.7 Zeugniserstellung

Der Abschnitt wird momentan aktualisiert.

 

<hrdata-mce-alt="5.8 Prüfungen in der Klassenstufe 10" class="system-pagebreak" title="5.8 Prüfungen in der Klassenstufe 10" />

5.8 Prüfungen in der Klassenstufe 10

Rechtliche Grundlage
Die rechtliche Grundlage bildet die Verordnung über die Durchführung von Prüfungen zum Erwerb der Mittleren Reife an Gymnasien und im gymnasialen Bildungsgang der Gesamtschulen (Mittlere- Reife-Prüfungsverordnung-Gymnasium-MittGyVO M-V) vom 10. August 2009.

Teilnahme, Beratung Und Anmeldung
Nur Schüler der Klassenstufe 10, die das Gymnasium verlassen wollen, nehmen an der Prüfung teil.
Teilnahmeberechtigt sind ebenso Schüler der Klassenstufe 11 und 12 , die das Gymnasium vor dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife verlassen und den schulischen Teil der Fachhochschulreife nicht erfüllen.
Die zuständige Klassenkonferenz beschließt zum Ende des ersten Schulhalbjahres, welche Schüler und deren Erziehungsberechtigten über alternative Bildungsmöglichkeiten beraten werden, weil ein erfolgreicher Abschluss des gymnasialen Bildungsganges nicht erwartet werden kann.
Die Prüfungsteilnahme muss bis spätestens acht Wochen vor Beginn der Prüfungen durch die Erziehungsberechtigten beim Schulleiter beantragt werden.

Zulassung zur Prüfung
Zwei Werktage vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden durch den Prüfungausschuss die Endnoten aller Fächer festgelegt. Die Notengebung in den Prüfungsfächern gilt dabei als Vornote.
Zur Prüfung werden die teilnahmeberechtigten Schüler zugelassen, die in allen Unterrichtsfächern des Pflicht- und Wahlpflichtbereichs mit Ausnahme ihrer vier Prüfungsfächer einen Notendurchschnitt von mindestens 4, erreicht haben. Dabei darf höchstens eine Note „mangelhaft" sein.
Schüler, die nicht zur Prüfung zugelassen werden können sowie deren Erziehungsberechtigten werden erneut über den weiteren Bildungsweg beraten. Schüler der Jahrgangsstufe 10, die nicht zur Prüfung zugelassen werden können, werden nicht versetzt. (vgl. MittGyVO M-V)

Schriftliche Prüfungen
Die schriftlichen Prüfungsfächer sind:

  1. Deutsch
  2. Mathematik
  3. die erste oder zweite fortgeführte Fremdsprache

Die Prüfungzeit de schriftlichen Prüfungen beträgt jeweils 180 Minuten.
Die Aufgaben, Erwartungshorizonte und Bewertungsmaßstäbe für Deutsch und Mathematik werden durch die oberste Schulbehörde zentral gestellt.
Die Aufgabenstellungen mit Erwartungshorizont und Bewertungsmaßstab für die Fremdsprache werden vom Fachlehrer erarbeitet, dem Prüfungsvorsitzenden vorgelegt und spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin bei der unteren Schulbehörde zur Genehmigung eingereicht.
In der Fremdsprache werden unterschiedliche kommunikative Fertigkeiten geprüft. Die Prüfung umfasst einen schriftlichen und einen mündlichen Teil. Die Dauer des schriftlichen Teils beträgt 150 Minuten, die Dauer des mündlichen Teils beträgt 30 Minuten. Der mündliche Teil wird wird wie eine mündliche Prüfung durchgeführt.
Er muss nicht in jedem Fall als eine Einzelprüfung gestaltet werden. Die Einzelleistung des Prüflings muss aber zweifelsfrei erkennbar sein. Beiden Teilen der Prüfung kommt in der Bewertung das gleiche Gewicht zu. (vgl. MittGyVO M-V)
Die Prüfungsarbeiten werden durch den Fachlehrer bewertet. Bei der Bewertung einer Prüfungsarbeit mit der Note „ungenügend" muss die Arbeit durch einen Zweitkorrektor bewertet werden. Sollten Differenzen zwischen der Bewertung des Erst- und Zweitkorrektors auftreten, entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

Mündliche Prüfung
Der Schüler wählt ein mündliches Prüfungsfach aus dem Bereich der Naturwissenschaften oder den Fächern Geschichte, Geografie oder Sozialkunde.
Über weitere mündliche Prüfungen in den schriftlichen Prüfungsfächern entscheidet der Prüfungsausschuss.
Die Aufgabenstellungen mit Erwartungshorizont werden durch den Fachlehrer erstellt und dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses rechtzeitig vor der Prüfung zur Genehmigung vorgelegt.
Die mündliche Prüfung dauert mindestens 20 Minuten und höchstens 30 Minuten.
Die Vorbereitungszeit beträgt 20 Minuten.

<hrdata-mce-alt="5.9 Abiturprüfungen" class="system-pagebreak" title="5.9 Abiturprüfungen" />

 

 

5.9 Abiturprüfungen

Der Abschnitt wird momentan aktualisiert.

 

 

Schulhandbuch

Das Schulhandbuch ist das Ergebnis eines mehrjährigen Schulentwicklungsprozesses.

In der vorliegenden Erprobungsfassung vom August 2010  sind sowohl Ergebnisse von Schulentwicklung als auch Verfahrensbeschreibungen und Prozessabläufe von Schulorganisation  am Gymnasium Gadebusch zusammengefasst.
Grau dargestellte Bereiche befinden sich noch in der Ausarbeitung.

 

Inhaltsverzeichnis

 

1. Organisation des Schulhandbuchs

Anwendungs- und Gültigkeitsbereich, Verfassung, Herausgabe, Aufbewahrung 

 

2. Allgemeine Informationen über die Schule

Fakten und Daten, Beschreibungen, Sprechzeiten und Erreichbarkeit

 

3. Schulprogramm

Leitsätze der pädagogischen Arbeit

 

4. Schulmanagement

 

 

5. Unterricht

Unterrichtsorganisation, Unterrichtsgestaltung, Überprüfung und Bewertung von Schülerleistungen
Wandertage, Exkursionen und Schulfahrten, Betriebspraktika
Außerunterrichtliche Veranstaltungen

 

6. Personalentwicklung

Lehrerfortbildungskonzeption, Beratungskonzepte

 

7. Qualitätsmanagement

Interne Evaluation und Evaluationszyklus, Dokumentation von Qualitätsmanagement
Externe Evaluation


8. Verfahrensvereinbarungen, Anlagen und Dokumente